Verbesserung unserer Richtlinien im Zuge unserer ausgeweiteten weltweiten Zusammenarbeit

Verbesserung unserer Richtlinien im Zuge unserer ausgeweiteten weltweiten Zusammenarbeit

Wir hoffen, dass Regierungen, die durch Barrieren versuchen, Kontakte ihrer Bürger mit der Welt und untereinander zu kappen, eines Tages erkennen werden, dass sie gegen ihre eigenen Interessen handeln sowie gegen die Rechte ihrer Bürger und der gesamten Menschheit verstoßen. Zoom ist in mehr als 80 Ländern tätig und expandiert weiter. Dies erfordert die Einhaltung der lokalen Gesetze, doch gleichzeitig strebt Zoom die Förderung des offenen Ideenaustauschs an.

Aufgrund jüngst erschienener Medienberichte über die Schritte, die wir gegen Lee Cheuk-yan, Wang Dan und Zhou Fengsuo eingeleitet hatten, wurde unser Versprechen, eine Plattform für einen offenen Ideenaustausch und Gespräche zu bieten, von einigen infrage gestellt. Wir möchten hiermit klarstellen, dass die Konten der drei Benutzer inzwischen reaktiviert wurden und wir für die Zukunft ein neues Verfahren für den Umgang mit ähnlichen Situationen einführen werden.

Wir werden alles daran setzen, Zoom zum sichersten und vertrauenswürdigsten Kommunikationsweg für alle Menschen zu machen.

Die wichtigsten Fakten

  • Im Mai und Anfang Juni wurden wir von der chinesischen Regierung darüber in Kenntnis gesetzt, dass in den sozialen Netzwerken vier große, öffentliche Meetings auf Zoom zum Gedenken an den 4. Juni beworben wurden. Dort wurden auch nähere Angaben zu den Meetings veröffentlicht. Die chinesische Regierung informierte uns, dass solche Aktivitäten in China illegal seien, und verlangte von Zoom, die Meetings zu beenden und die Konten der Hosts zu kündigen.
  • Wir haben keine Informationen zu den Benutzern oder den Inhalt der Meetings an die chinesische Regierung weitergegeben. Bei uns gibt es keine Hintertür, durch die jemand unbemerkt einem Meeting beitreten kann.
  • Bei einem der Meetings entschieden wir uns entgegen den Forderungen der chinesischen Behörden dafür, nicht einzugreifen und das Meeting ungestört weiter stattfinden zu lassen, da keine Teilnehmer aus Festlandchina anwesend waren.
  • Bei zwei der vier Meetings überprüfte ein Zoom Team in den USA während des Meetings die Metadaten (wie IP-Adressen). Dabei wurde festgestellt, dass eine erhebliche Anzahl der Teilnehmer aus Festlandchina kam.
  • Im vierten Fall zeigte uns die chinesische Regierung eine Einladung aus den sozialen Netzwerken zu einem bevorstehenden Meeting für eine Gedenkveranstaltung zum 4. Juni und verlangte von uns, einzugreifen. Die chinesischen Behörden informierten uns außerdem über ein vorheriges Meeting unter diesem Konto, das sie als illegal betrachteten. Ein Zoom Team in den USA bestätigte, dass Teilnehmer aus Festlandchina an diesem vorherigen Meeting teilgenommen hatten.
  • Es ist Zoom zurzeit nicht möglich, bestimmte Teilnehmer aus einem Meeting zu entfernen oder Teilnehmer aus einem bestimmten Land von der Teilnahme an einem Meeting auszuschließen. Wir entschieden uns daher dafür, drei der vier Meetings zu beenden und die zu den drei Meetings gehörenden Host-Konten auszusetzen bzw. zu kündigen.

Begangene Fehler

Unser Ziel ist es, nur solche Maßnahmen zu ergreifen, die für die Einhaltung der lokalen Gesetze notwendig sind. Unsere Reaktion hätte sich daher nicht auf Benutzer außerhalb von Festlandchina auswirken dürfen. Wir haben zwei Fehler gemacht:

  • Wir haben die Konten der Hosts, eines in Hongkong und zwei in den USA, ausgesetzt bzw. gekündigt. Diese drei Host-Konten wurden inzwischen reaktiviert.
  • Wir haben die Meetings beendet, statt die Teilnehmer aus bestimmten Ländern zu sperren. Derzeit sind wir allerdings nicht in der Lage, Teilnehmer nach Ländern zu sperren. Diesen Bedarf hätten wir vorhersehen sollen. Dies hätte zwar schwerwiegende Auswirkungen mit sich gebracht, aber wir hätten die Meetings weiter stattfinden lassen können.

Künftige Maßnahmen

  • In Zukunft wird Zoom nicht zulassen, dass sich Forderungen der chinesischen Regierung auf Menschen außerhalb von Festlandchina auswirken.
  • Zoom arbeitet daran, im Laufe der nächsten Tage eine Technologie zu entwickeln, die es uns ermöglichen wird, Benutzer auf der Teilnehmerebene aufgrund ihres geografischen Standorts zu entfernen oder zu blockieren. Dadurch können wir Forderungen von lokalen Behörden nachkommen, wenn sie befinden, dass Aktivitäten auf unserer Plattform innerhalb ihrer Landesgrenzen illegal sind. Wir werden aber auch in der Lage sein, solche Gespräche für Teilnehmer zu schützen, wenn sie sich außerhalb dieser Grenzen an einem Ort aufhalten, an dem diese Aktivität erlaubt ist.
  • Wir arbeiten an der Verbesserung unserer globalen Richtlinien, um auf derartige Forderungen reagieren zu können. Diese Richtlinien werden wir als Teil unseres Transparenzberichts, der am 30. Juni 2020 erscheint, veröffentlichen.

Zoom bringt nicht nur Menschen im Geschäftsleben, Bildungssektor, Gesundheitswesen und innerhalb anderer beruflicher Aktivitäten zusammen. Während der Coronavirus-Pandemie haben Menschen rund um die Welt Zoom zu ihrer Plattform gemacht, um mit ihren Mitmenschen in Verbindung zu bleiben. Wir sind stolz auf die Rolle, die wir weltweit spielen, und unterstützen uneingeschränkt einen offenen Ideenaustausch und Gespräche, die unterschiedliche Gruppen bei gemeinsamen Treffen, zum Organisieren, Zusammenarbeiten und Feiern zusammenbringen.

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