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Tipps und Funktionen für Unterricht im hybriden Klassenzimmer

Tipps und Funktionen für Unterricht im hybriden Klassenzimmer

Ein neues Semester steht vor der Tür und einige Länder versuchen, der Pandemie mit neuen Beschränkungen die Stirn zu bieten. Hybride oder Blended-Learning-Umgebungen sind zum Garanten für pädagogische Kontinuität geworden.

Überall auf der Welt erweitern Schulleitungen ihre Planungen, um auch nach der Pandemie weiterhin hybriden Unterricht anbieten zu können. Wenn Unwetter, schlechte Luftqualität, Krankheit, Reisen oder andere Gründe Schüler davon abhalten, persönlich zum Unterricht zu erscheinen, machen hybride Klassenzimmer kontinuierliches Lernen von überall aus möglich. 

Das Unterrichten in einer hybriden Umgebung ist jedoch eine vollkommen andere Erfahrung als Unterricht von Angesicht zu Angesicht. Einige Lehrer raten dazu, alle Schüler zu bitten, dem Zoom-Unterricht von Ihrem Endgerät aus beizutreten – selbst diejenigen, die sich vor Ort im Klassenzimmer befinden. Wenn alle Schüler mit Zoom arbeiten, können Sie folgende digitale Tools und Funktionen nutzen, um für alle ein ansprechendes Erlebnis zu gestalten.

Breakout-Räume

Breakout-Räume erleichtern das Lernen in der Gruppe sowie das kollaborative Arbeiten zwischen ortsfernen Schülern und Schülern vor Ort. Bitten Sie alle Schüler, Ihrem Zoom Meeting beizutreten, und nutzen Sie dann Breakout-Räume, damit die Schüler vor Ort und online Kontakt halten und kollaborativ zusammenarbeiten können, ganz egal, wo sie sich befinden. 

Mit Zoom Breakout-Räumen können Sie:

  • noch vor Unterrichtsbeginn Schülern Breakout-Räume vorab zuweisen
  • Breakout-Räume für wiederkehrende Meetings vorab zuweisen. So können Sie dieselben Breakout-Räume für Ihre Klassen für das gesamte Quartal oder Semester speichern (nützlich für langfristige Gruppenprojekte)
  • Schüler zufällig Breakout-Räumen zuweisen
  • Schüler entscheiden lassen, welchem Raum sie beitreten möchten, und ihnen die Möglichkeit geben, den Raum zu wechseln (gut geeignet für Gesprächsrunden, Lese- oder Lerngruppen – Sie können die Räume dem Thema entsprechend benennen)
  • Co-Hosts dieselben Berechtigungen verleihen wie Hosts in Breakout-Räumen
  • Schülern die Möglichkeit geben, die Um Hilfe bitten-Funktion zu nutzen. Der Lehrer erhält dann eine Benachrichtigung und kann dem jeweiligen Raum beitreten
Breakout-Räume – laufend

Noch Fragen? Erfahren Sie hier alles Wissenswerte über die Nutzung von Breakout-Räumen.

Chat

Harvard-Professor Dan Levy, Autor des Buchs „Teaching Effectively With Zoom“ (Effizient unterrichten mit Zoom), erklärte während unserer Sitzung „Zoom Akademie: Überall lernen“, dass die Chatfunktion in Meetings Lehrern als wirkungsvolles Tool dient, um sich mit all ihren Schülern zu befassen. 

Mit der Chatfunktion können Schüler mit verschiedenen Kommunikationsstilen Anerkennung erfahren, vor allem ortsferne Schüler und solche, die zu schüchtern sind, um sich zu Wort zu melden. Ideen für die Chat-Nutzung:

  • Stellen Sie eine Frage und bitten Sie die gesamte Klasse, eine Antwort in den Chat einzugeben, anstatt eine einzelne Person aufzurufen.
  • Erhalten Sie einen schnellen Überblick über Nachrichten und beantworten Sie Fragen in einer bestimmten Reihenfolge, lesen Sie Antworten vor, die weitere Diskussionen anregen, und ermutigen Sie Schüler dazu, gegenseitig ihre Nachrichten zu lesen.
  • Ernennen Sie, wie ein Lehrer vorschlug, einen Schüler zum Chat-Beauftragten und lassen Sie ihn Fragen aus dem Chat laut vorlesen.

Bitte denken Sie daran, dass Sie die Chateinstellungen anpassen und private Chats deaktivieren können. So können Schüler nur den öffentlichen Chat mit der gesamten Klasse nutzen oder Ihnen, dem Lehrer, private Chatnachrichten senden.

Digitales Whiteboard und Anmerkungen

Whiteboard-Anmerkungen

Mit den Funktionen Digitale Whiteboards und Anmerkungen können sich Schüler gemeinsam und in Echtzeit einbringen sowie wertvolles Feedback zur Arbeit ihrer Klassenkameraden geben. Finden Sie hier einige Ideen für die Nutzung von Whiteboards und Anmerkungen:

  • Bitten Sie einen Schüler, seine Arbeit auf dem Whiteboard zu zeigen, und lassen Sie die anderen Schüler Fragen und Anregungen direkt auf den Bildschirm schreiben.
  • Zeigen Sie zwei verschiedene Bilder auf dem Bildschirm und lassen Sie die Schüler neben dem Bild eine Anmerkung schreiben, welches für sie am besten zur Unterrichtseinheit passt.
  • Schreiben Sie eine Aufforderung in die Mitte des Whiteboards und geben Sie Ihren Schülern ein paar Minuten, um ihre Gedanken aufzuschreiben oder ein passendes Bild zu malen.
  • Spielen Sie eine schnelle Runde Pictionary (senden Sie dem Schüler, der die Zeichnung anfertigt, das zu zeichnende Wort im Privatchat zu).

Regeln für Ihr Hybrid-Klassenzimmer aufstellen

Hybrides Lernen ist für viele Schüler eine ganz neue Erfahrung. Das Aufstellen von Regeln und Richtlinien für Ihr hybrides Klassenzimmer kann Ihnen dabei helfen, Erwartungen festzulegen, wie sich Schüler in dieser Umgebung verhalten und miteinander interagieren sollten. Unter anderem folgende Regeln bieten sich an:

  • Darauf achten, ortsferne Schüler nicht auszuschließen, indem zu leise gesprochen wird, die Stummschaltung ständig aktiviert oder ihre Kamerasicht versperrt ist
  • Alle Schüler ansprechen, nicht nur die im Klassenzimmer
  • An Aktivitäten auf Zoom teilnehmen, wie Chatnachrichten versenden, an Umfragen teilnehmen und digitale Anmerkungen zu den Arbeiten von Klassenkameraden verfassen
  • Bei synchronen Unterrichtseinheiten die Kameras einschalten
  • Schüler dazu anregen, Reaktionen und nonverbales Feedback zu nutzen, um zu kommunizieren und sich einzubringen

Haben Sie Interesse an einer weiteren Begleitung und mehr Ideen für hybride Lehr- und Lernumgebungen? Halten Sie sich bereit für Teil 2 – dort teilen wir Design-Ideen und Hardware-Empfehlungen zur Einrichtung Ihres eigenen hybriden Lernumfelds mit Ihnen.

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